Facebook verlagert den Fokus nach dem Aktieneinbruch auf Kurzvideos

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Nach dem größten Tagesverlust der Aktie in der aufgezeichneten Geschichte beabsichtigt Facebook-CEO Mark Zuckerberg, den Fokus des Unternehmens auf das Wachstum von Kurzvideos zu verlagern.

Zuckerberg teilte diesen Plan den Facebook-Mitarbeitern während eines unternehmensweiten virtuellen Treffens mit.

Der Aktienkurs der Muttergesellschaft von Facebook, Meta Platforms Inc, fiel letzte Woche um mehr als 200 Milliarden US-Dollar, nachdem in einem Quartalsbericht hohe Verluste gemeldet wurden.

Die Ausgaben von Facebook überstiegen nicht nur die Einnahmen, sondern verzeichneten auch den allerersten Rückgang der täglich aktiven Nutzer.

Vom dritten bis vierten Quartal 2021 hörten fast eine halbe Million Menschen auf, sich täglich bei Facebook anzumelden.

Die Anleger gerieten in Panik, nachdem sie Details aus dem Quartalsbericht von Facebook erfahren hatten, was den Aktiencrash auslöste.

Wie ist es passiert?

Der Grund für den Verlust täglich aktiver Nutzer liege an TikTok, sagt Zuckerberg.

Als Erklärung für die düstere Leistung seines Unternehmens führt Zuckerberg eine „beispiellose Konkurrenz“ von TikTok an.

Die überhöhten Ausgaben, die Meta im letzten Quartal gemacht hat, sind auf die langfristige Vision des Unternehmens für die Zukunft zurückzuführen.

Meta befindet sich in einem Kaufrausch, während es bestrebt ist, das Metaverse zum nächsten großen Ding zu machen – eine Investition, die sich noch auszahlen muss.

Neben höheren Ausgaben bringt Meta weniger Geld durch Werbung ein. Apples App-Tracking-Transparenzfunktion soll Werbeeinnahmen verschlingen.

Die im letzten Jahr eingeführte Funktion schränkt die Fähigkeit von iPhone-Apps ein, Benutzerdaten zu verfolgen.

Dadurch werden die Targeting-Möglichkeiten von Facebook-Anzeigen reduziert, was die Benutzerinteraktion verringert.

Weniger Engagement bedeutet weniger Ausgaben von Werbetreibenden, da sie keine zufriedenstellende Rendite auf ihre Werbeausgaben erzielen.

Die Kombination aus höheren Ausgaben, niedrigeren Einnahmen und einem Verlust von Benutzern führte zu einem monumentalen Rückgang des Aktienkurses.

Was bedeutet das für Facebook?

Facebook kann sein Werbeproblem nicht lösen und konzentriert sich stattdessen auf das TikTok-Problem.

Facebook wird es mit TikTok aufnehmen, indem es ein verkürztes Video als Hauptattraktion erstellt.

Das Unternehmen soll nun Reels priorisieren, eine von TikTok inspirierte Videofunktion, die auf Facebook und Instagram verfügbar ist.

Während eines Gesprächs mit Investoren sagte Zuckerberg:

„Die Menschen haben viele Möglichkeiten, wie sie ihre Zeit verbringen möchten, und Apps wie TikTok wachsen sehr schnell. Und deshalb ist unser Fokus auf Reels langfristig so wichtig.

Instagram ist seit 2020 auf dem Weg zu einer Video-Sharing-Plattform, und jetzt sieht es so aus, als würde Facebook nachziehen.

Was bedeutet das für Marketer?

An der Wand steht geschrieben, dass Video die Zukunft des Social-Media-Marketings ist.

TikTok boomt, Instagram priorisiert Videos seit über einem Jahr und Facebook wendet sich jetzt Video zu.

Sogar Snapchat macht laut seinem jüngsten Gewinnbericht zum ersten Mal einen Gewinn.

Social-Media-Nutzer haben deutlich gemacht, dass sie dorthin wollen, wo sie mit Videoinhalten super bedient werden.

Es ist nun die Aufgabe von Social-Media-Vermarktern, die Nachfrage zu befriedigen.

Wenn Videobearbeitung und -produktion noch nicht zu Ihren Fähigkeiten gehören, sollten Sie es auf jeden Fall tun.

Wenn Sie nicht mit den neuesten Videotrends Schritt halten, müssen Sie sich auch darauf einlassen.

Eine Kombination aus gut gestaltetem Text und Bildern reichte aus, um die Aufmerksamkeit eines Publikums in den sozialen Medien zu erregen.

Jetzt ist es fast eine Notwendigkeit, Video in den Mix einzufügen.

Glücklicherweise gibt es bei der Produktion keine hohen Maßstäbe zu setzen.

Sowohl TikTok als auch Reels basieren auf vertikalen Videos, und jeder hat die Möglichkeit, sie mit seinem Smartphone zu erstellen.

Quellen: CNBC, Betriebspraktikant


Beitragsbild: TY Lim/Shutterstock