Fahmi Reza bestreitet das Posten anstößiger Inhalte

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KUALA LUMPUR: Der politische Aktivist Fahmi Reza (im Bild) hat hier vor einem Sitzungsgericht ein Verfahren wegen der Anklage beantragt, anstößige Inhalte im Zusammenhang mit Covid-19 auf seinem Twitter-Konto veröffentlicht zu haben.

Der 44-Jährige, dessen vollständiger Name Mohd Fahmi Reza Mohd Zarin lautet, bekannte sich gestern auf nicht schuldig, nachdem ihm die Anklage vor der Richterin des Sitzungsgerichts, Sabariah Othman, vorgelesen worden war.

Laut Anklageschrift soll Fahmi den anstößigen Inhalt am 10. Februar 2021 um 15.02 Uhr mit der Absicht, andere zu belästigen, auf dem Twitter-Account namens „Fahmi Reza“ bzw. @kuasasiswa gepostet haben.

Der Inhalt wurde dann am 11. Februar 2021 um 16 Uhr in der Zentrale für Unternehmenskommunikation des Gesundheitsministeriums in Putrajaya verlesen.

Fahmi Reza wurde gemäß Abschnitt 233(1)(a) des Communications and Multimedia Act 1998 angeklagt. Er muss mit einer Geldstrafe von bis zu RM 50.000 oder bis zu einem Jahr Haft oder beidem rechnen und kann mit einer Geldstrafe von RM 1.000 für jeden Tag belegt werden, an dem die Straftat nach der Verurteilung fortgesetzt wird.

Der stellvertretende Staatsanwalt Najihah Farhana Che Awang bot eine Kaution von RM 10.000 an.

Anwalt Rajsurian Pillai, der Fahmi Reza vertrat, forderte jedoch einen niedrigeren Betrag.

„Mein Mandant verdient etwa RM 3.000 pro Monat und er muss auch seine Eltern unterstützen“, sagte Rajsurian.

Das Gericht setzte die Kaution auf 5.000 RM in einer Kaution fest. Der Fall soll am 30. März verhandelt werden.

Zuvor kam Fahmi Reza in einem komplett schwarzen Ensemble mit seiner charakteristischen Baskenmütze zum Gerichtskomplex.

Er blieb stehen, um für Medienfotografen zu posieren, während er ein gerahmtes Foto des satirischen Inhalts hielt, das den ehemaligen Gesundheitsminister Datuk Seri Dr. Adham Baba zeigt, der Gegenstand seiner Anklage war.

In einer am 7. Februar auf Twitter veröffentlichten Nachricht sagte Fahmi Reza, er werde die Anklage vor Gericht anfechten, weil „Satire kein Verbrechen ist“.

Am 6. Mai letzten Jahres wurde Fahmi Reza im Polizeihauptquartier von Kajang wegen des satirischen Inhalts verhört.