Soziale Netzwerke werden sich auch ohne ein einheitliches Regelwerk weiterentwickeln – Experte – Business & Economy

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NEW YORK, 13. Februar. /TASS/. Soziale Netzwerke werden im aktuellen Umfeld keinen einzigen Kodex für Selbstregulierungsregeln aufstellen können, weil die kulturellen Unterschiede auf der ganzen Welt zu groß sind, sagte Peter Gloor, Forscher am Center for Collective Intelligence des MIT bei TASS.

„Ich wäre sehr überrascht, wenn es gemeinsame Wege zur Regulierung gibt [social networks – TASS] überall“, sagt der Experte. „Sie haben sehr widersprüchliche Interessen zwischen verschiedenen Regierungen, daher wird es zu einer Spaltung des kulturellen Einflusses kommen“, bemerkte er.

Skeptisch sieht der Wissenschaftler auch die Aussichten eines einheitlichen globalen Social Media. „Wenn wir zu Super Social Media gingen, hätten wir ein totales Monopol, was beispielsweise von der Europäischen Kommission nicht toleriert würde“, sagte Gloor. „Im Moment passiert das nicht“, fügte der Experte hinzu.

Facebook komme einem globalen sozialen Netzwerkmodell jetzt am nächsten, aber seine Regulierung durch Meta werfe viele Fragen auf, sagte Gloor.

„Ich kann verstehen, dass Facebook sich hinter dem Gesetz verstecken will, weil sie keine Polizei sein wollen. Wenn es also eine klare Regel gibt, nicht zur Aufwiegelung aufzurufen, dann fangen sie mit der Polizei an“, fügte er hinzu.

Das Regelwerk zur Regulierung von Social Media dürfe nicht überflüssig werden, schwere Verstöße wie Aufrufe zu Gewalt sollten aber geahndet werden, so der Experte. „Ich denke, irgendeine Art von Direktanrufen sollte verboten werden, und ich denke, das ist, woher das Gesetz kommt“, schloss Gloor.