Stellantis stoppt Produktion in Sevel wegen Motorenmangel | Nachrichten

Startseite » Stellantis stoppt Produktion in Sevel wegen Motorenmangel | Nachrichten

Das Werk Sevel fertigt Transporter für die Marken Fiat, Citroën und Peugeot. Transporter der Marke Fiat werden mit Motoren ausgestattet, die der Konzern in Italien baut, während Motoren für Transporter von Peugeot und Citroën des ehemaligen PSA-Konzerns aus Frankreich geliefert werden.

Der reguläre Betrieb wurde nach dem Shutdown am 7. Februar wieder aufgenommen, ein von der Nachrichtenagentur Reuters zitierter Gewerkschaftsvertreter warnte jedoch, dass das Unternehmen weitere Stillstände aufgrund von Material- und Teileknappheit und den „vielen Problemen, die die globale Lieferkette betreffen“ nicht ausschließen könne.

Nicola Manzi, ein lokaler Vertreter der UILM-Gewerkschaft, sagte gegenüber Reuters, die Abschaltung sei erfolgt, nachdem ein zusätzlicher Produktionstag, der für den vergangenen Samstag geplant war, um den Produktionsausfall auszugleichen, ebenfalls aufgrund von Triebwerksengpässen abgesagt wurde.

Arbeiten Sie gegen den Rückstand
Wie andere Fahrzeugwerke in Europa musste auch das Werk in Sevel die Produktion im vergangenen Jahr mehrmals vorübergehend einstellen, hauptsächlich aufgrund der weltweiten Verknappung der Halbleiterversorgung, die teilweise durch pandemiebedingte Störungen verursacht wurde.

Die Nachfrage nach Transportern ist in Europa im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben und Sevel hat nun einen Rückstand, den man laut Manzi mit zusätzlichen Arbeitstagen an Samstagen und Sonntagen lösen will.

Seit Anfang 2022 hat das Werk zwischen 900 und 1.000 Transporter pro Tag produziert, knapp unter dem Vor-Pandemie-Niveau von 1.200 pro Tag oder 300.000 Einheiten pro Jahr.

Stellantis treibt die Elektrifizierung seiner Produkte voran, darunter die Einführung einer Reihe von vollelektrischen leichten Nutzfahrzeugen (LCVs) und den Bau einer dritten Gigfactory in Termoli, Italien, zur Lieferung von Lithiumbatterien. Das Unternehmen wandelt auch das Werk in Ellesmere Port im Vereinigten Königreich in eine reine Batterie-EV-Fabrik um.

Der Deal folgt Plänen für weitere Standorte in Deutschland und Frankreich. Der Autohersteller hat auch angekündigt, dass er einen in den Vereinigten Staaten einsetzen wird.

Stellantis will bis 2025 eine Batteriekapazität von 130 Gigawattstunden (GWh) und bis 2030 mehr als 260 GWh erreichen. Außerdem plant das Unternehmen, bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro (35,5 Milliarden US-Dollar) in die Elektrifizierung seiner Fahrzeugpalette zu investieren.