Suchmaschinen deindexieren alle Domains, die mehr als 100 Links zu Raubkopien enthalten *TorrentFreak

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Große Rechteinhaber und Internetunternehmen in Russland haben eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die das Auffinden von raubkopierten Filmen, Fernsehsendungen und anderen Inhalten erschweren soll. Neben der automatischen Entfernung gemeldeter rechtsverletzender Links innerhalb von Stunden haben Suchmaschinen zugestimmt, alle Domains, die 100 oder mehr Links zu rechtsverletzendem Inhalt enthalten, vollständig zu deindexieren.

Die Bekämpfung von Websites, die massenhaft Links zu verletzenden Inhalten verbreiten, ist für Rechteinhaber eine zeitaufwändige Aktivität. Viele glauben, dass es mehr Zusammenarbeit aus dem Technologiesektor geben sollte, um die Last zu verringern, und in Russland scheint dies sicherlich zu geschehen.

Eine 2018 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung, die von großen Rechteinhabern und Internetunternehmen, darunter Yandex, unterzeichnet wurde, änderte die Art und Weise, wie rechtsverletzende Inhalte gehandhabt werden.

Nach der Einrichtung einer zentralen Datenbank mit raubkopierten Inhalten verpflichteten sich Internetunternehmen, diese alle paar Minuten abzufragen, um die entsprechenden Inhalte innerhalb von sechs Stunden von ihren Plattformen zu entfernen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden mehr als 40 Millionen rechtsverletzende Links aus den Suchergebnissen entfernt.

Seit seiner Einführung wurde das Memorandum mehrmals erneuert und gefordert, das System für ein breiteres Spektrum von Rechteinhabern, beispielsweise im Verlagswesen, zu öffnen. Obwohl noch nicht geschehen, wurde gerade ein neues Memorandum von den ursprünglichen Unterzeichnern unterzeichnet, das ein noch leistungsfähigeres Anti-Piraterie-Tool enthält.

Suchmaschinen stimmen zu, ganze Domains zu de-indexieren

Gemäß der aktuellen Vereinbarung (die Anfang September 2022 ausläuft) müssen Rechteinhaber spezifische URLs für rechtsverletzende Inhalte an die zentrale Datenbank übermitteln, die von der Media Communications Union (ISS) kontrolliert wird. Diese spezifischen URLs werden dann von Suchmaschinen entfernt, aber Rechteinhaber beschweren sich, dass dieselben Inhalte unter einer neuen URL wieder erscheinen können, was bedeutet, dass der Vorgang wiederholt werden muss.

Um mit dieser Art von „Piraten“-Gegenmaßnahme fertig zu werden, verlangt das neue Memorandum von Forschungsunternehmen, strengere Maßnahmen zu ergreifen. Jede Domain mit 100 oder mehr „Piraten“-Links, die der Datenbank gemeldet werden, wird von Suchmaschinen vollständig de-indexiert, was bedeutet, dass sie für jeden, der eine Suchmaschine verwendet, im Wesentlichen unsichtbar wird. Auch dies muss zügig erfolgen, innerhalb von 24 Stunden laut ISS.

Angesichts der Anzahl von Links zu verletzenden Inhalten, die auf Nicht-Piraterie-Sites veröffentlicht werden, werden auch Schutzmaßnahmen eingeführt, um legitime Ressourcen vor der De-Indexierung zu schützen. Dazu gehören Medienseiten, Regierungsprojekte, Suchmaschinen selbst, soziale Netzwerke und offizielle Inhaltsanbieter.

„Das Entfernen von Domains bösartiger Piratenseiten aus den Suchergebnissen wird ein großer Schritt nach vorn im Kampf gegen die digitale Piraterie sein, was die Kosten für Urheberrechtsinhaber zum Schutz ihrer Rechte erheblich optimieren und zum Wachstum des Konsums legaler Videos beitragen wird“, sagt Mikhail. Demin, Präsident der Medien- und Kommunikationsgewerkschaft.

Rechteinhaber wollen, dass das neue Protokoll gesetzlich verankert wird

Parallel zur Ausarbeitung des Memorandums wird ein neues Gesetz ausgearbeitet, mit dem Ziel, dessen freiwillige Bestimmungen im lokalen Recht zu verankern. Dies sollte anderen Rechteinhabern, die derzeit keine Unterzeichner sind, ermöglichen, ähnliche Vorteile zu erhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt nehmen die Fortschritte an der rechtlichen Front jedoch ihre Zeit in Anspruch und könnten noch einige Monate dauern.

„Die Gültigkeit der aktuellen Version des Memorandums wurde bis zum 1. September 2022 verlängert, und wir hoffen sehr, dass zu diesem Zeitpunkt ein Gesetz zur Konsolidierung der Bestimmungen des Memorandums verabschiedet wird“, sagte Demin.

„Die Anwendung der aktualisierten Fassung des Abkommens beginnt unmittelbar nach der Verabschiedung und dem Inkrafttreten des Gesetzes auf der Grundlage der Bestimmungen des Memorandums. Wir sind sicher, dass die Branchengemeinschaft durch den konstruktiven Dialog, der sich auf der ISS-Website entwickelt hat, in der Lage sein wird, viele effektivere Anti-Piraterie-Initiativen zu entwickeln.

Die derzeitigen Teilnehmer des Memorandums sind:

JSC „Kanal Eins“
FSUE „VGTRK“
STS-Medien
JSC Gazprom-Media Holding
JSC Nationale Mediengruppe
Verband der Film- und Fernsehproduzenten
Verein „Video im Internet“
Yandex LLC
Mail.ru-Gruppe
Rambler Gruppe
GPM LLC-Partner
GmbH „Roform“
GmbH „Kinopoisk“
Animationsfilmverband